Bozen Brass

Sie kommen von „ganz oben“ und diese Herkunft von den erhabenen Gipfeln Südtirols verleiht ihrem sensiblen, hochvirtuosen Spiel ein gewisses alpenländisches Flair – die feinwürzige Zutat zu einem anspruchsvollen,  überraschungsreichen Programm - eine Liebeserklärung an die Blechblasmusik, eine unverwechselbare Mischung aus „Tiroler Gelassenheit und italienischem Temperament“...  
Strahlend, klar, erfrischend wie ein Gebirgsbach im Hochsommer – und so mitreißend wie derselbe Bach bei der Schneeschmelze...  
Bozen Brass ist ein Brass Ensemble das aber in keine der gängigen Schubladen mehr passt. Neugierig anders sind sie, die 6 Südtiroler, und immer für eine Überraschung gut.   
Benjamin Premstaller (Horn), Manuel Goller (Trompete), Robert Neumair (Arrangements, Trompete und diverse Instrumente), Michl Engl (Tuba), Martin Psaier (Posaune) und Anton Ludwig Wilhalm (Trompete) bilden die aktuelle Besetzung des im Jahre 1989 gegründeten Ensembles, und haben Anlauf genommen zu hohen und weiten Sprüngen. 
Die Grundlage allen Schaffens bildet ihre solide musikalische Ausbildung an Musikhochschulen im In- und Ausland gepaart mit viel praktischer Spielerfahrung in internationalen Orchestern und Ensembles. Weitere sehr wichtige Zutaten sind die Liebe zur Musik und die pure Lust am Musizieren, die sie auch gerne als Musiklehrer weitergeben. Und so kommt es, dass sie ihrem Blech die feinsten Töne entlocken. Sie bieten den Zuhörern einen spannungsreichen musikalischen Bilderbogen quer durch die Musikgeschichte und alle Stilrichtungen.
https://www.bozenbrass.com  

Kühnl Trombone Quartet

Das 2022 neu gegründete Posaunenquartett hat sich aus vier Musikern zusammengefunden, die schon viele Jahre der Firma Kühnl & Hoyer verbunden sind. Aus vielfältigen Ideen zur Weiterentwicklung der Instrumente, sowie ausgiebigem Testen von Posaunen, Tenor- und Baritonhörnern und Basstrompeten entstand eine fast schon familiäre Beziehung zum Familienbetrieb aus Markt Erlbach. So reifte gemeinsam die Idee, die Instrumente von einem festen Ensemble präsentieren zu können. Unbändige Spielfreude, Lust auf neue musikalische Erlebnisse und nicht zuletzt langjährige Erfahrung aus Opern-, Konzert-, Volks- und Kammermusik bilden das Fundament für das Kühnl Trombone Quartet. Es besteht aus Hannes Hölzl, Edgar Manyak (beide Soloposaunisten am Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin), Fabian Kerber und  Holger Pfeuffer (Bassposaunist und Soloposaunist der Staatsphilharmonie Nürnberg). 
https://kuehnl-trombonequartet.com

Nils Wogram & Nostalgia Trio

Als Nils Wogram das Trio Nostalgia gründete, ergab die Summe aus Sound und Bandnamen einen bewussten Kontrapunkt zu den übrigen Projekten des Posaunisten. Er selbst ist indes weder als Musiker noch als Privatmensch ein Nostalgiker, und das trifft auch auf seine beiden Kompagnons zu. Alle drei leben im Hier und Jetzt und wollen daran teilhaben, die Musik weiterzuentwickeln. Dafür braucht Wogram keine Überschrift. Er entzieht sich allen Reflexen und Erwartungen, will weder provozieren noch bewahren, sondern bringt einzig zu Gehör, wonach es ihn und seinen Mitspielern selbst verlangt. Manche Melodien auf der letzten Produktion des Trios, „Things We Like To Hear“ fangen einfach Stimmungen ein, andere fordern zum Bewegen oder Mitsummen auf, wieder andere erinnern vielleicht an einen guten, alten Film Noir. Sein Ziel besteht darin, Intellekt und Körper zusammenzubringen. „Things We Like To Hear“ ist der nächste Schritt in diese Richtung. „Das Solo ist bei uns kein Selbstzweck, sondern ein Vehikel, den Gesamtsound der Gruppe zu transportieren. In dieser Hinsicht lerne ich viel von meinen Schülern und Studenten. Sie brauchen keine langen Erklärungen, sondern legen einfach los. Das hilft mir ungemein, auch die eigene Arbeit zu reflektieren. Ich will alle Generationen einfangen. Deshalb muss die Emotionalität stimmig sein, sonst wird die Musik zur leeren Hülle.“

Posaunist Nils Wogram, Drummer Dejan Tersić und Organist Arno Krijger machen es dem Hörer leicht. Mit einer verbindlichen Dub-Melodie starten sie entspannt in ein Album, dessen eingeschlagene Leichtigkeit sie auch in den folgenden acht Songs aufrechterhalten. Sie lassen alles weg, was weggelassen werden kann und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Wogram hat oft genug gezeigt, dass er komplexe Ideen umzusetzen weiß, aber jetzt schlägt er einen neuen Weg ein. Er lässt sich in die Musik fallen, genießt den Moment, fühlt sich wohl mit dem, was er tut, ohne seine Umgebung aus dem Auge zu verlieren. 
Wogram startete das Trio 2004, damals noch mit Florian Ross an der Orgel. Album für Album setzte er unterschiedliche Schwerpunkte. Schon das Motto der letzten CD „Nature“ deutete den Paradigmenwechsel einer sehr unmittelbaren Übersetzung von Naturerfahrung in Klang um. „Things We Like To Hear“ führt dieses Postulat konsequent weiter. An den Punkt dieser abermaligen musikalischen Läuterung zu gelangen, war für Wogram nicht leicht, aber wer hätte schon behauptet, dass der Weg ein leichter sein soll. Er wurde von vielen Fragen nach dem Sinn des Musizierens in der Gegenwart flankiert.
Auch innerhalb der Band vollzog sich diese Reduktion in Richtung Vereinfachung nicht ohne Diskussionen. Am Ende hatten die drei Musiker keine Wahl. Wograms Formel klingt verblüffend einleuchtend. „Einfachere Strukturen, ohne banal zu werden, ein wenig drauflos spielen, ohne sich permanent um die Form Gedanken zu machen, und eine unverstellte Emotionalität, die keiner Erklärung bedarf.“
Bei allen Neuerungen trägt das Album immer noch unüberhörbar die Signatur von Nostalgia. Aber im Gegensatz zu den früheren Alben des Trios stellt Wogram nicht mehr die Frage, woher kommen wir, sondern aus der Perspektive der Gegenwart: Was gilt es aus der Vergangenheit zu bewahren? Er imaginiert die Gegenwart aus der Perspektive der Zukunft. Ohne ein Banner zu schwenken, richtet er damit den Fokus auf die sensibelsten Fragen der Zeit. Für Wogram bedeutet der Begriff Nostalgia nicht zuletzt, sich auf bestimmte Grundqualitäten zu konzentrieren, die er als zeitlos bezeichnet. Das zeitlose Element auf der neuen CD bestehe darin, offen über Strukturen zu improvisieren, die nicht über alle Maßen komplex sein müssen. „Ich hatte mich gefragt, wo wir heute mit dem Jazz stehen. Ich liebe die Komplexität von John Coltrane oder Charlie Parker, aber sie hatten eben auch immer ihre Geschichten. Im zeitgenössischen Jazz nehme ich die formalistische Tendenz wahr, immer schwierigere Themen zu bewältigen. Das hat schon oft etwas Zirkusmäßiges. Die zeitlosen Komponenten von Jazz sind für mich Spontaneität und Improvisation. Und je einfacher die Strukturen sind, desto spontaner lässt sich darüber improvisieren.“
https://nilswogram.com/bands/nostalgia-trio

Posaunengruppe des Philharmonischen Orchesters Freiburg

Das Philharmonische Orchester Freiburg wurde 1887 gegründet und etablierte sich rasch als offizielles Orchester der Stadt am Theater Freiburg. Bereits früh arbeitete das Orchester mit Künstlern wie Clara Schumann und Richard Strauss zusammen. Das Konzerthaus Freiburg dient ihm seit der Eröffnung im Jahre 1996 als zweite Heimstatt. Das Ensemble tritt neben der Konzerttätigkeit an rund 100 Abenden pro Jahr als Opernorchester in Erscheinung. Das Repertoire des Orchesters umfasst die wichtigsten Werke vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, zudem misst es der zeitgenössischen Musik große Bedeutung bei.

Die Posaunen/Tuba-Gruppe des Philharmonischen Orchesters besteht aus Malte Hörberg, Hubert Mayer, Roman Viehöver und Hellmut Karg. Beim IPF 2024 in Basel wird sie den Programmpunkt „Spielen im Posaunensatz im Orchester, Ensemble oder Musikverein" anbieten.

https://theater.freiburg.de/de_DE/pof-mitglieder